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Determination / Artikel

zu bestimmen als (para)operative Prozeduren, deren Zweck eine Bearbeitung von Wissen ist, welches über Symbolfeldausdrücke aufgerufen wird

funktionalpragmatische Bestimmung des A r t i k e l s als 'Bekanntheitsoperator':
"Der Artikel ist ein Apparat, der uns für die interaktive Bearbeitung von Wissen zur Verfügung steht. Mit Hilfe des bestimmten Artikels wird in der sprachlichen Interaktion zwischen Sprecher und Hörer Wissen als für Sprecher und Hörer gemeinsam in Anspruch genommen."(Ehlich 1998a (1987): 171)
Der Null-Artikel ist demnach als S-H-Nicht-Bekanntheitskennzeichung zu analysieren (185f)

Ehlich 1994g:
(in Kapitel 6: Determinatoren und Bezeichnungskonstanz als Beitrag zur Text-Kohärenz)
- alle drei Gruppen dieser geschlossenen Wortklasse dienen der Organisation des Hörer-Wissens durch den Sprecher, welcher nämlich damit zu erkennen gibt, "als was er ein Informationsstück für das Wissen des Hörers behandelt"(130)
(a) Determinatoren --> als etw. für den laufenden Diskurs Bekanntes/Bestimmtes, d.h. V o r h a n d e n s e i n und P r ä s e n z des Wissens wird beim Hörer unterstellt
(b) Indeterminatoren --> als etw. Unbekanntes/Unbestimmtes
(c) Null-Determinatoren --> als etw. Bekanntes/Bestimmtes

[CB: Widerspruch zwischen Bestimmung des 'Null-Artikels' und des 'Null-Determinators'!?]

funktionalpragmatische Bestimmung des A r t i k e l s in Bezug auf Wissensstruktur:
„bestimmter Artikel“ (meist analysiert als „bekannt vorausgesetzt" ): Management des token-Wissen
[erst durch Übersetzung des AT aus dem Hebräischen und NT aus dem Griechischen im späten Althochdt. etabliert; paraoperativ, weil funktionaletymologisch als neutrale Kata-Objektdeixis neufokussierend]
(ALLE DER;DIE;DAS, die nicht Artikel sind, sind deiktisch!?)
„unbestimmter Artikel“ (meist als „unbekannt“analysiert): Management des type-Wissen
[paraoperativ, ursprünglich Symbolfeld, also phorische Fokuskontinuierung]
gemeinsamer Zweck(?): Festlegung des erforderlichen Abstraktionslevel des aufgerufenen Wissens

(abstraktestes Level wäre die Auslassung jeder 'Determination'?)
[nach Redder, Sem.mitschrift]

- durch Determination wird der Zugang zum Wissenssystem modelliert ("bestimmter Artikel" ermöglicht die Anwendg sprachl./begriffl. Wissens, das z.B. durch eine Symbolfeldprozedur aktualisiert wird, auf einen konkreten Gegenstand)
[Hoffmann, Ludger (1999) Eigennamen im sprachlichen Handeln. In: Bührig, Kristin; Matras, Yaron (Hgg.) Sprachtheorie und sprachliches Handeln: Festschrift für Jochen Rehbein zum 60. Geburtstag. Tübingen: Stauffenburg. 213-231]
CB
22.2.06 19:22
 


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