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kontrastive Analyse aus Sicht des sprachlichen Handelns

(Schema: Fig. 1)!

kontrastive Grammatik
"hat demnach folgendes zu leisten: (1) Standardkonstellationen zuermitteln, f?r die die beiden Sprachen Handlungsformen bereitstellen, (2) die zweckbedingten Strukturen zu analysieren und (3) die Zwecke selbst zu vergleichen.

in Rehbein (2002c, 1.3)
CB
22.5.05 23:40


Nebensatz-'Kopplung' an den Hauptsatz
mittels einer Konjunktion, deren innerer Aufbau funktional-etymologisch zu analysieren ist (Eine strukturell-kompositionelle Bedeutungsanalyse reicht nicht aus.)
Bsp.: "indem"
(i) Andocken an ?bergeordn. Syntax durch paraoperatives (-dem)
(ii) Bezug zur ?bergeordneten Proposition durch Pr?position (in-)
(iii) Separierung mittels Konjunktion sorgt f?r unabh?ngige mentale Bearbeitung der NS-Proposition

Darstellung von Redder 1990 in Rehbein (2002c, 4.2.1.)
CB
22.5.05 22:52


Prozedur: (Einheit sprachl. Handelns: s.a. Akt, Handlung, Text/Diskurs, CB)

Durch jedes sprachliche Ausdrucksmittel wird eine Prozedur realisiert, die zur Konstitution einer Sprechhandlung beitr?gt.

Prozeduren dienen im sprachlichen Handeln zwei Zwecken [bzw. die Prozedur ist die Vermittlungskategorie zw. beiden]: sprachexternen Zwecken (Eingriff auf die mentalen Dimensionen des H?rers zur Ver?nderung der Wirklichkeit [Zugriff durch Illokutionsanalyse]); sprachinternen Zwecken (im Aufbau eines Sprachsystems, das als Produkt eines gesellschaftlichen Probleml?sungsprozesses zur Entwicklung von Kommunikationsmitteln zu begreifen ist [Analyse der Umsetzung in akustische Dimension, der Serialisierung bzw. Erstreckung in der Zeit, z.B. der Syntax, und der Umsetzung der Illokution])

Im Zuge des Entwicklungsprozesses lassen sich Bewegungen in den einzelnen Funktionsbereichen erkennen. Dies kann zum Wandel sprachlicher Einheiten f?hren: Feldtransposition.

Quelle:
B?hrig, Kristin/ Mayer, Bernd (2003): "Die dritte Person: Der Gebrauch von Pronomina in gedolmetschen Aufkl?rungsgespr?chen." In: ZfAL (April 2003), S. 25.
LMB

[Erg?nzgen aus Ehlich, Vortrag am SFB Okt/04
?bersichts-Tabelle in Ehlich (1986g [Flader], S.139)
CB


Sprachliche Prozeduren sind typisiert nach sprachlichen Feldern, aus denen sie ihre jeweilige Basis-Charakterisierung beziehen; dar?ber hinaus sind sie mit jeweils eigenen Spezifikationen ausgestattet (Rehbein, "Zu Deixis und Phorik"; CB)



nennende bzw. Symbolfeldprozedur

Durch die nennenden Prozeduren des Symbolfelds, die z.B. in den lexikalischen Teilen von Nomen, Verben, Adjektiven, Pr?positionen usw. enthalten sind, wird ein Element der Wirklichkeit versprachlicht, dadurch aus seiner situationellen Bindung abl?sbar und durch andere Aktanten, die ?ber die Benennung verf?gen, identifizierbar. Wenn also S eine nennende Prozedur verwendet, wird H dadurch instand gesetzt, aufgrund seines Wissens das betreffende Element der Wirklichkeit zu finden. Die Symbolfeldausdr?cke stellen also ein sprachliches Potential f?r Verbalisieren und Rezipieren von Wissenspartikeln bereit; im Diskurs/Text als dem synsemantischen Umfeld wird die sprachliche Benennung der Wirklichkeit mit der Kategorie des Wissens vermittelt (Rehbein 1998a).
Als Binnengliederung werden symbolisch-charakterisierende (Begriffsw?rter) i.U. zu symbolisch-identifizierenden (Eigennamen) Prozeduren angenommen (Hoffmann 2003: Funktionale Syntax, 13).

Verh?ltnis zum synsemantischen Umfeld:

die o.g. feldfremden Bedeutungsmomente eines Ausdrucks k?nnen nur jeweils im synsemantischen Umfeld des Zeichens, also in Relation zum konkreten Feld seiner Verwendung, seines 'verbalen Kontextes' (Bussmann 1990, 765) verstanden werden; die feldfremden Zeichen m?ssen also offen sein f?r die Verleihung von Feldwerten (B?hler 1934, 181f), d.h. umgekehrt: die Symbolfelder von Ausdr?cken fordern (mit unterschiedlicher Stringenz/Koh?renz) die Ausf?llung von Leerstellen (Rehbein 2003 [Kasus, Valenz, Pr?pos.]), die sie aufgrund ihrer Feldeigenschaften "schematisieren bzw. sch?rfer - handlungstheoretisch gesagt - 'Mikroschemata' oder [...] 'Kraftfelder' aufweisen, die die potentielle Einsetzung anderer Symbolfeldausdr?cke vorstrukturieren." (Rehbein 2005, 4 [Notizen zur relationierenden Prozedur 'auf'])

CB

12.6.05 21:37


Imperativ

grammatische, genauer: morphologische (Flexions-)Form des Verbs

Alle "Äußerungsmodi" werden von Rehbein im folgenden Aufsatz genau (handlungstheoretisch) analysiert:

Rehbein, Jochen (1999): "Zum Modus von Äußerungen". In: Redder, Angelika & Jochen Rehbein (Hgg.) Grammatik und mentale Prozesse. Tübingen: Stauffenburg.

Signatur im IfG I: BAb 6481
5.4.05 10:40


aperzeptive Erg?nzung:
Begriff aus Karl B?hlers (1934) Organon-Modell... CB

Erg?nzung: komplement?rer Begriff: abstraktive Relevanz. CB
10.6.05 18:57


Basis-Sprechhandlungsmuster Aufforderung
Sprecher hat die M?glichkeit des Eingriffs in den Entscheidungsprozess des H?rers an den verschiedenen Modalit?ten dieses Prozesses
- Grundmodalit?t 1: K?nnen (H kann das fremde Ziel ?bernehmen); sprachl. Mittel: Indikativ oder Konjunktiv (bezogen auf Pi-Bereich des H?rers, also sein Wissen um die Ausf?hrung)
- Grundmodalit?t 2: Wollen (H will das fremde Ziel ?bernehmen); sprachl. Mittel: z.B. "bitte"
4.4.05 21:58


Frage-Form; funktional-propositionale Struktur der Frage; Frage-Operatoren

- Diskursive Leistung der FRAGE-FORM (Redder 1990 - 2.2.5.6):

(dank Elementarität dieser illokutiven Kraft ist der Handlungszweck in historisch-gesellschaftlicher Ausbildung bis in die syntaktische Form hinein standardisiert umgesetzt)
Z w e c k: Zugriff auf Wissen eines Interaktanten (bei dem eine Suchprozess und ggf. Auffinden des Wissenselementes ausgelöst wird) zur Schließung eigener Wissenslücke --> Überbrückung der Grenze zwischen zwei Handlungsräumen, die 'sequentielle Qualität der Handlung wird aktiviert'(44); die Frage-Form qualifiziert den propositionalen Gehalt als Element des Π-Bereichs

-----------
Zum inneren Aufbau der Frage: Frageelement und propositionaler Gehalt (Rehbein 1994g - Kap. 2.)

- im p r o p o s i t i o n a l e n G e h a l t ist der Bereich des Wissens (Wissensdomäne) versprachlicht, also der Suchbereich, der die Suchprozesse des Hörers nach dem bestimmten Nichtgewussten markiert, also der Rahmen, den der Hörer zur Basis seiner Wissenssuche macht
- mit dem F r a g e e l e m e n t wird (i) ein bestimmtes Nichtgewusstes des Sprechers (=dessen Wissensdefizit bzw. Wissenslücke) am Gewussten charakterisiert und (ii) der Hörer zur Wissensprozessierung des bestimmten Nichtgewussten aufgefordert.(vgl. 148f)
"Im Frageelement wird also ein spezifisches Verhältnis zwischen dem //Gewußten// des Fragenden ("Wissensdomäne") und dem //bestimmten Nichtgewussten// hergestellt derart, daß das Frageelement die Prozedur charakterisiert, mit der der Hörer das gesuchte Wissen findet." (149)

------------
zu W-Operatoren bzw. Frage-Operatoren [Rehbein et al. (2003)]:

"in Turkish as well as in German, "question word" can be classified as belonging to the same sector of operative fields, but the change of linguistic procedures during a transition from a "question word" to a "complementizer" applies only to German"(225)

cross-linguistic basic characteristics of wh-words (225f)
(i) //wh//-Teil (genauer: its "morphology") als Mittel für eine Prozedur, that "marks a lack of knowledge (: knowledge deficit) felt by S"; so it "opens an access to a specific propositional element";
(ii) //wh//-word contains a second procedure, that "verbally outlines the //domain// of S's knowledge deficit", it "relates //operationally// to the linguistically classified representation of the unknowing" [CB: das bestimmte Nichtgewusste], das auch mittels mehrerer Prozeduren näher umrissen werden kann (Bsp. "w-ie-viel"); in diesem Sinne sind w-operatoren "Umrisswörter" (Brinkmann 1962)
(iii) "//Wh//-words are equipped with a directional potential ('drift') towards that knowledge domain which will fill the missing knowledge"
4.4.05 22:08


Basis-Sprechhandlungsmuster Assertion

Nachzulesen in Ehlich/ Rehbein (1979): "Sprachliche Handlungsmuster" (LM)
4.4.05 22:08


Diskursart / Textart

- auch "Konstellation", Bsp.: Einstellungsgespräch, Bewerbungsgespräch (Redder)

- Bsp. für Textarten in der Hochschulkommunikation: Seminararbeit; Exzerpt; Protokoll; Essay; Abstract; Mitschrift
17.6.05 17:25


Diskurstyp:
- analytisch (z.B. Wissenschaftkommunikation?)
- Verbalisierung in aktu (z.B. Live-Reportage)
- homileiisch (nicht-institutionelle Diskursarten des Alltags: z.B. Unterhalten)
- praktisch
- rekonstruierend (z.B. Diskursarten: Erz?hlen, Schildern, Berichten)
- ?
- ?
Diskurstypen setzen sich nie aus nur einer Form zusammen, sondern beinhalten immer subsidi?re, helfende, Formen.
10.6.05 17:26


Glossar Grie?haber:

* DVG: Erg?nzungsdefinition
* DVG: Erg?nzungsarten
* Felder - Prozeduren
* Handlungskonstellation
* Handlungsmuster
* Handlungsraum
* Interaktionsraum
* Konjunktiv I
* Konjunktiv II
* Konjunktiv + w?rde
* Kontrollfeld
* Kultur: Brockhaus 1820
* Morphem-Mehrdeutigkeit
* Pi-Bereich
* Zerdehnte Sprechsituation: Ehlich, Illustration
* Illokution
* Phon/Phonem
* Proposition
* Selinkers Drei-Datensatz-Design
* Subjekt
* Substantiv
* Symbolfeld(-ausdruck)
* Verkettungsverfahren
* Verkettung ohne Subjekt
* Wortarten
* Zeigfeld(-ausdruck)
6.3.05 16:35


Großformen des sprachlichen Handelns

bzw. diskursive Großformen: zweckbezogene Ensembles von Sprechhandlungen
Bsp.: VERKAUFEN (enthält z.B. differenzierbare 'Phase' des VERHANDELNs) s. z.B. Dissertation Bührig bzw. Rehbein in Ehlich 1984; Unterrichtsdiskurs; Lehr-Lern-Diskurs (Redder 2000 (A35)), Protokollieren, Berichten (Moll 2001, 41ff)
10.6.05 17:27


Institutionswissen, Typen des:

a. Institutionswissen erster Stufe, z.B. Aktantenwissen: unmittelbar handlungsleitend, unhinterfragt, im Hinblick auf die Funktion der Institution undurchschaut (i.d.S. immer verbunden mit Nicht-Wissen) [Wissenstr?ger: Agenten und Klienten der I.]

b. Institutionswissen zweiter Stufe: systematisiertes Aktantenwissen zwecks Effektivierung bei der Realisierung der institutionseigenen Zwecke; im Hinblick auf die Funktion der Institution ebenfalls undurchschaut (i.d.S. immer verbunden mit Nicht-Wissen) [Wissenstr?ger: nur Agenten? nur der Institution, ?ber die das Wissen vorliegt?]

c. kritisches wissenschaftliches Wissen: beruht auf Analyse von Zusammenhang zwischen Institutions- und Aktantenwissen; zur Aufhebung des urspr?nglich notwendigerweise mit dem unkritischen Institutionswisssen verbundenen Nicht-Wissens (s. a.+b.)
[Wissenstr?ger: wie b?]
------
aus: Ehlich, Konrad; Rehbein, Jochen: Wissen, kommunikatives Handeln und die Schule. Aus: Goeppert, Herma C. (Hrsg.): Sprachverhalten im Unterricht. M?nchen (Fink) 1977. (=UTB. 642) S. 36-114.

[f?r Grie?haber-Exzerpt hier klicken]

CB
6.3.05 21:55


Handlungsmuster

sind historisch-gesellschaftlich entwickelte Formen zur Erf?llung repetitiver Zwecke in repetitiv auftretenden Situtationen. Niemals ist ein Muster lediglich durch eine einzige, isolierte, nur auf einen Aktanten bezogene Position gekennzeichnet, sondern umfasst stets Positionen beider Aktanten, insbesondere Positionen spezifischer mentaler Akte. Das Wissen ?ber solche Formen, das MUSTERWISSEN, wird bei der handlungspraktischen Aneignung von Sprache ontogenetisch erworben. Ein Aktant kann deshalb, indem er sich zur Realisierung seiner individuellen Ziele eines der zweckm??igen Muster bedient, erwarten, dass der Interaktant in der musterspezifischen Weise reagiert, dass er also seine musterspezifische Sequenzposition erf?llt. Sich auf das Muster – und sei es negierend – einzulassen ist eine unerl?ssliche Anforderung minimaler Kooperation in jeglicher Interaktion.
aus: Redder, Angelika (1990) Grammatiktheorie und sprachliches Handeln: 'denn' und 'da'. (LA 239) T?bingen: Niemeyer (S.33)
Erg?nzg: Kriterium ist immer ein den Ko-Aktanten gemeinsamer Zweck (den sie mit der Ausf?hrung der aktantenspezifischen Musterpositionen verfolgen), wobei sie sich in ihren individuellen Zielen unterscheiden k?nnen
CB
3.3.05 17:27


mentale Prozesse in Relation zu grammatischen Formen: s. "Grammatik und mentale Prozesse" (Redder, Rehbein (Hrsgg.) 1990, Einleitung) CB
11.2.05 18:37


Metapher:
Bedeutungs?bertragung mittels identifizierendem Vergleich eines bekannten mit einem unbekannten Begriff/Objekt auf Grundlage einer ?hnlichkeitsbeziehung
aus:???
(bekannte ?bertragene Bedeutung meist oder immer konkret/bildlich?)
CB
6.3.05 16:17


bedeutungsmaximalistische Position (Posner/Abraham)

Hypothese holistischer Bedeutungsanalyse, nach welcher bei Sprachen mit einer Wortbildung durch Konsonant- Vokal-Kombination (wie im Dt. und i.U. z.B. zu Tonsprachen) gilt: „EIN Ausdruck – EINE (teilweise sehr abstrakte) Bedeutung", d.h. das Theorem wird mit der Identität des Ausdrucks, also der prozeduralen Identität gerechtfertigt;
(Bsp. für sich daraus ergebende Heuristik bei der Analyse von Adpositionen: "prozeduralen Kern" identifizieren bzw. paraphrasieren!

Jakobson (1936) kritisiert ebenfalls die Zerlegung eines sprachlichen Phänomens (sein Bsp.: Kasus im Russischen) in verschiedene unzusammenhängende Bedeutungen (Stichwort: "Atomismus" / "atomistische Betrachtungsweise" --> s. Rehbeins "Notizen zur relationierenden Prozedur 'auf'", [Manuskript, Fußnote 1])



folgt dem sprachphilos. Nominalismus, d.h. dass die große Menge der (Allgemein-)Wörter nicht zum Schluss veranlassen darf, dass ihnen jeweils auch Dinge in der Wirklichkeit entsprächen, denn die Begriffe bestehen ja nur "post res" (s. Ockham's razor)

CB
11.6.05 22:23


Modalverben: Bestimmung bei Redder (1992, 150) bezogen auf "Handlung" i.U. zu "Proze?/Sein" (Grafik). Dazu geh?ren die Verben d?rfen, k?nnen, m?ssen, m?gen/n?chten, sollen, wollen, nicht brauchen, werden, lassen, scheinen (nicht im engeren Sinne) - die letzen drei werden diskutiert.
7.4.05 19:14


Sprachliche Felder:

Ausdrucksbereiche von gemeinsamer Zweckstruktur (Funktion). Insgesamt fünf: Das Lenkfeld (expeditives Feld), das Zeigfeld (deiktisches Feld), das Symbolfeld, das Arbeitsfeld (operatives Feld) und das Malfeld.

„Das Operationsfeld unterscheidet sich von den anderen in charakteristischer Weise, indem es hier um die Verarbeitung, die Prozessierung des sprachlichen Geschehens selbst geht“besonders „im Blick auf die propositionale Dimension“.(Ehlich 1986gZieleVerfahren:198)

Quellen:

Bühler, Karl (1934 bzw. 1999): Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache. 3. Auflage. Stuttgart: Lucius & Lucius.

Ehlich, Konrad (1979): Verwendungen der Deixis beim sprachlichen Handeln. 2. Bde. Frankfurt/M: Metzler.

Ehlich, Konrad (1986): Interjektionen. Tübingen: Niemeyer.

Redder, Angelika (1990): Grammatiktheorie und sprachliches Handeln 'denn' und 'da'. Tübingen: Niemeyer.

LMB
10.6.05 19:39


Strukturtypen des Aktantenwissens (insg. 6)

0. Partikulares Erlebniswissen
Ein S wei? etwas ?ber etwas Einmaliges. ?Ein einzelner Wissender entwickelt ?ber ein einzelnes Exemplar eines Objekts des Wissens ein einzelnes Wissenselement.? Beobachtungen von bestimmten Sachverhalten, ein individuelles, partikulares Erlebnis. Es gibt schon Tendenz von Systematisierung.

1. Einsch?tzung
Ein S wei? etwas und das fundiert auf mehreren eigenen partikularen Erlebnissen. Man muss eine Abstraktion leisten und mehrere Erlebniswissenselemente zusammenfassen, um ein Wissen G h?herer Struktur von Q zu entwickeln. Auf dieser Stufe ist eine (st?rkere) Systematisierung des Erlebten. Die Einsch?tzungen sind individuelle Interpretationen bestimmter Wirklichkeitsteile. Sie sind schon komplexere ?synthetische Leistungen? auf Grundlage von partikularem Erlebniswissen. ?Wenn OG mehrfach OQ zugekommen ist, so k?nnte es sein, dass OG auch zuk?nftig OQ zukommen wird.?

2. Bild
Mehrere Einsch?tzungen zum gleichen Wirklichkeitsausschnitt, also zu einer Sache, gewusst von einem Wissenden, werden zusammengesetzt zu einem Bild. Verschiedene Einsch?tzungen, die sogar widerspr?chlich sein k?nnen, werden von einem S zusammengefasst.
Bsp. ?Araber sind Terroristen!? (Einsch?tzungen: Erlebnisse aus den Nachrichten, mein arabischer Nachbar ist nett, ein Bekannter hatte ?rger mit einem Araber,.....) Der Wissende S wei? ein G von Q so, dass OG immer OQ zukommt.
Ein Image ist ein auf mehrere Wissende verteiltes Bild.

3. Sentenz
Strukturtyp durch Synthetisierung nicht eines, sondern aller Wissenden. Die Sentenz stellt Wissen dar, dass f?r alle Wissenden gilt. Auch das Gewusste G gilt immer f?r das Thema des Wissens Q. Eine Sentenz entsteht dadurch, dass ein Wissen immer gilt, indem alle Wissenden Sa dieses Wissen haben. Das hei?t, die Sentenz stellt ein Wissen dar, ?ber das es einen gesellschaftlichen Konsens gibt. Viele Sprichw?rter sind eine Untergruppe der Sentenzen. Sentenzen sind kollektive Merks?tze. Es k?nnen allerdings auch widerspr?chliche Sentenzen innerhalb einer Institution gleichzeitig existieren.
KU
13.3.05 17:52


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