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Kasus

Funktional-pragmatische Prozedurenbestimmung:

(a) die Kasus geben eine Sichtweise an und übertragen eine
Sichtweise auf die zugehörenden Nominale, Deixeis und
phorischen Ausdrücke;
(b) auf diese Weise instruiert der Sprecher mittels Kasus
den Hörer, das mit Nominal, Deixis bzw. phorischen Ausdrücken verbalisierte Wissen in sprachlicher Form unter einer Sichtweise zu verarbeiten;
(c) und das vom Hörer/Leser Wissen als Sichtweise
verarbeitete Wissen in die Phrasenstruktur der Proposition
der Äußerung, d.h. in das durch den propositionalen Gehalt
p übermittelte Wissen (als Phrasenstruktur), in Satzform zu
integrieren.
(d) die Funktion (Subprozedur) der einzelnen Kasus sind
sprachspezifisch zu klären.

aus Rehbein (200x) "Überlegungen zur Kategorie 'Kasus', zu Valenz (thematischen Rollen) und Präpositionen" (Manuskript)
20.2.07 17:46


Verbklammer

Klammerkonstruktion (dt., holländisch, afrikaans) ist ggü. der Kontaktstellung (z.B. franz., engl., jiddisch) eine besondere Form der Figurativität/Wortstellungscharakteristikum und erfordert Projektionsleistungen vom Sprecher und Antizipationsleistungen vom Hörer;
[obwohl das Lateinische keine figurative Sprache ist, haben die sich direkt daraus entwickelten romanischen Sprachen Verbzweitstellung ausgebildet, d.h. die Wortstellung als sprachliches Mittel ausgebaut und das Kasussystem teilweise ersetzt)

- der rechte Teil der Verbklammer operiert auf dem Finitum; es handelt sich damit um eine operative Prozedur, die kohäsiv wirkt
[lit.wiss: "Spannung" in langen Sätzen z.B. bei Kleist]
(nach Rehbein)
-
20.2.07 17:32


Phorik

phorische Ausdrücke repräsentieren den Genus und Numerus des kontinuierten/kopierten verbalen Bezugselementes, NICHT aber das Kasus; Kongruenz leitet die phorische Bezugnahme;

Beschreibung des phorischen Verfahrens:
"Suche ein verbalisiertes nominales Bezugselement"
(dies kann auch ein mentales Element sein, d.h. die Verbalisierung kann auch 'schweigend' im gemeinsamen Wissen von S und H erfolgen);
- wenn Element bereits verbalisiert: anaphorisch
- wenn Element noch zu verbalisieren: kataphorisch

Mittels Anaphorik kann beispielsweise eine Weiterprozessierung des Themas geleistet werden, d.h. das entsprechende verbalisierte Wissenselement wird im Diskurswissen gehalten
-----------
Der Unterschied zwischen Deixis und Phorik wird (meist) durch die Verwendung des Begriffs der Referenz nivelliert.
20.2.07 16:55


Ergativ- vs. Akkusativ-Sprachen

als Beispiel für Unterschied zw. sprachinternen und sprachexternen Zwecken (Ehlich1982Sprachmittel):

ERGATIV: in transitiven Sätzen wird Subjekt-Aktant im Ergativ kodiert, d.h. der Handlungsträger wird durch ein Kasus-Morphem ausgezeichnet (in intransitiven Sätzen mit Absolutiv)
--> spr.ext. Zweck:
Stellenwert des Benannten in der Wirklichkeit angegeben

AKKUSATIV: Subjekt-Aktant im Nominativ
--> spr.int, weil Handlungsträger nur über Kontrast zum Akkusativ (und Dativ) identifizierbar
12.2.07 21:54


'schon' - operatives Mittel

Konstatierung einer nicht-erwarteten Nicht-Ausnutzung eines Toleranzbereichs
12.10.06 08:41


'aber' - Prozedur der Erwartungsumlenkung

Funktion: Verknüpfung propositionaler Elemente (bis hin zu satzförmigen)

Äußerung A --> Erwartung B (hörerseitige Erwartung beim Verstehen von A - neues Wissenselement, das vom Hörer durch die verstandene Äußerung A im Sinne kooperativen Verhaltens etabliert wird)

Äußerung C (mit 'aber') --> propositionaler Gehalt von C anders als B und ungleich nicht-B
12.10.06 00:23


Überblick Sprechhandlungen

ASSERTIEREN - Wissenstransfer (elementares Basissprechhandlungsmuster)

-->BEGRÜNDEN (Wiesmann1999)

-->ERKLÄREN (Wiesmann1999)

-->RECHTFERTIGEN

-->BERICHTEN - institutionelles Rekonstruieren eines einmaligen Ereignisses; chronologisch strukturiert; sachlich orientiert

-->MITTEILEN (Redder 1990: Transfer von für H entscheidungsrelevanten Wissens)

AUFGABE-STELLEN/ (Wiesmann1999)
AUFGABE-LÖSEN (Wiesmann1999)

EINSCHÄTZEN (Wiesmann1999; Redder 2002)

EINWENDEN (Wiesmann1999)

ERLÄUTERN (Wiesmann1999; Bührig 1996) mit ΠH-Bezug, also i.U. zum Umformulieren und Rephrasieren nachträglich zusätzliches Wissen verbalisiert, das eine Verbindung zu ΠH herstellt

FRAGEN. NACHFRAGEN (Wiesmann1999)

LEHRERFRAGE (Wiesmann1999)

VORSCHLAGEN (Wiesmann1999)

ELIZITIEREN

VERMUTEN

REFERIEREN

SCHILDERN - mehrmaliges Ereignis; thematisch statt chronologisch strukturiert

PROBLEMLÖSEN

ANKÜNDIGEN

REFORMULIEREN (Bührig 1996) (nur sprachl. Gestalt, nicht aber propositionaler Gehalt der Bezugsäußerung verändert);

-->REPHRASIEREN

-->UMFORMULIEREN

-->ZUSAMMENFASSEN (Bündelung in nur einer Äußerung)

WISSENSVERMITTELNDES PARAPHRASIEREN (Hanna 2003: i.U. zum REPHRASIEREN kein Innehalten im Handlungsablauf; keine Bewertung )
3.10.06 23:57


nicht-segmentale phonologische Phänomene

1. Tonhöhenbewegung (aus einzelnen Tonhöhen und Verlauf der Tonhöhen nacheinander) bzw. Intonation im engeren Sinne
2. Akzent (in Transkription: normale Wortbetonung, normaler Satzakzent unmarkiert belassen; besonderer Akzent durch Unterstreichung)
3. dynamische Sprechmodulation (Lautstärke, abgesehen von Akzent) (in Transkription durch Randkommentare: "Leise"; "lauter werden")
4. Sprechtempo und Pausengestaltung (in Transkription durch Randkommentare: "Langsamer")
5. Ausdrucksqualitäten (in Transkription durch angemessene Bezeichnung: "verhalten", "freundlich", ...)

(("Obwohl intonatorisch im weiten Sinn, gehören die Töne [tonale segmentale Erscheinungen wie das Ton-System der Interjektion HM] also nicht zum Bereich des Nicht-Segmentalen."(56)))

[Ehlich/Rehbein (1979) HIAT2: Intonation.]
CB
25.8.06 16:34


Empfehlung, Vorschlag, Ratgeben

Empfehlung: Handlungsmöglichkeiten sind S + H bekannt (ggf. in der Vorgeschichte deutlich), aber H mangelt es an Bewertungsvermögen, das entsprechend an S delegiert wird. H muss die Empfehlung verstehend nachvollziehen und dann eine Entscheidung treffen; es ist nur H's Handlungslinie von der Empfehlung betroffen
Ratgeben: H sind die Handlungsmöglichkeiten unklar; es ist nur H's Handlungslinie von dem Ratschlagbetroffen
Vorschlag: S + H befinden sich in einem gemeinsamen, kooperativen Handlungszusammenhang mit einem gemeinsamen Handlungsziel (die Handlungsausführung liegt ggf. nur bei H)
CB
26.2.06 23:13


Determination / Artikel

zu bestimmen als (para)operative Prozeduren, deren Zweck eine Bearbeitung von Wissen ist, welches über Symbolfeldausdrücke aufgerufen wird

funktionalpragmatische Bestimmung des A r t i k e l s als 'Bekanntheitsoperator':
"Der Artikel ist ein Apparat, der uns für die interaktive Bearbeitung von Wissen zur Verfügung steht. Mit Hilfe des bestimmten Artikels wird in der sprachlichen Interaktion zwischen Sprecher und Hörer Wissen als für Sprecher und Hörer gemeinsam in Anspruch genommen."(Ehlich 1998a (1987): 171)
Der Null-Artikel ist demnach als S-H-Nicht-Bekanntheitskennzeichung zu analysieren (185f)

Ehlich 1994g:
(in Kapitel 6: Determinatoren und Bezeichnungskonstanz als Beitrag zur Text-Kohärenz)
- alle drei Gruppen dieser geschlossenen Wortklasse dienen der Organisation des Hörer-Wissens durch den Sprecher, welcher nämlich damit zu erkennen gibt, "als was er ein Informationsstück für das Wissen des Hörers behandelt"(130)
(a) Determinatoren --> als etw. für den laufenden Diskurs Bekanntes/Bestimmtes, d.h. V o r h a n d e n s e i n und P r ä s e n z des Wissens wird beim Hörer unterstellt
(b) Indeterminatoren --> als etw. Unbekanntes/Unbestimmtes
(c) Null-Determinatoren --> als etw. Bekanntes/Bestimmtes

[CB: Widerspruch zwischen Bestimmung des 'Null-Artikels' und des 'Null-Determinators'!?]

funktionalpragmatische Bestimmung des A r t i k e l s in Bezug auf Wissensstruktur:
„bestimmter Artikel“ (meist analysiert als „bekannt vorausgesetzt" ): Management des token-Wissen
[erst durch Übersetzung des AT aus dem Hebräischen und NT aus dem Griechischen im späten Althochdt. etabliert; paraoperativ, weil funktionaletymologisch als neutrale Kata-Objektdeixis neufokussierend]
(ALLE DER;DIE;DAS, die nicht Artikel sind, sind deiktisch!?)
„unbestimmter Artikel“ (meist als „unbekannt“analysiert): Management des type-Wissen
[paraoperativ, ursprünglich Symbolfeld, also phorische Fokuskontinuierung]
gemeinsamer Zweck(?): Festlegung des erforderlichen Abstraktionslevel des aufgerufenen Wissens

(abstraktestes Level wäre die Auslassung jeder 'Determination'?)
[nach Redder, Sem.mitschrift]

- durch Determination wird der Zugang zum Wissenssystem modelliert ("bestimmter Artikel" ermöglicht die Anwendg sprachl./begriffl. Wissens, das z.B. durch eine Symbolfeldprozedur aktualisiert wird, auf einen konkreten Gegenstand)
[Hoffmann, Ludger (1999) Eigennamen im sprachlichen Handeln. In: Bührig, Kristin; Matras, Yaron (Hgg.) Sprachtheorie und sprachliches Handeln: Festschrift für Jochen Rehbein zum 60. Geburtstag. Tübingen: Stauffenburg. 213-231]
CB
22.2.06 19:22


Norm, Konvention, Gesetz, Regel

Norm: Festlegung, wie ein Exemplar beschaffen sein muss, um Identit?t zu bewahren (justiziabel); vor allem in den Naturwissenschaften genutzte Kategorie, die aber auch in den Bereich des Sozialen eingef?hrt wird und dort eine Handhabbarmachung sozialer Ph?nomene nahelegt, die diese nur verk?rzt
Konvention Beschluss/ ?bereinkunft einer bestimmten Gruppe, dessen Reichweite(?) durch die Quantifizierung der avisierten Praxis bestimmt ist (praktikabel)
Gesetz: Vorschrift f?r die Identit?t von Handlungen
Regel: Formel/Vorschrift f?r die Herstellung immer gleicher Verfahren (ohne Intentionalit?t) --> stellt Reproduktivit?t in den Vordergrund
CB

4.2.06 22:57


Infinitiv

stellt keine eigene sprachliche Ausdrucksform dar, sondern ist vielmehr als eine morphologische Flexionsform "-en" (die dem Wortstamm des Verbs angeh?ngt wird) zu betrachten; die so flektierte Form des Verbs ("sein Infinitiv") ist jedoch die konventionelle [im terminologischen Sinn von Konvention] Zitierform im Lexikon, ohne dass die morphologische Struktur dabei durchsichtig gemacht wird (s. auch: Singularform bei Substantiven)
CB
4.2.06 22:14


menschliches Handeln

komplexe menschl. Tätigkeit, die bestimmten ZWECKen dient; entsprechend repetitiv auftretender Bedürfnisse sind in Handlungen Wege zur Bedürfnisbefriedigung stabilisiert; diese standardisierten Handlungswege können(?) interne Alternativen einschließen, haben also eine innere Struktur. Individuen orientieren sind mittels ihrer eigenen ZIELE innerhalb dieser gesellschaftlich erarbeiteten Zweckstrukturen.
Versteht man Wirklichkeit als Handlungspraxis ist handlungsleitendes Wissen innerhalb (bzw. als Teil?) von Wirklichkeit zu bestimmen; in diesem Sinne ist die Aneignung von Wirklichkeit nur durch Handeln möglich
WIRKLICHKEIT ist demnach als Raum für menschliches Handeln zu verstehen i.U. zur WELT als Ansammlung von Dingen
CB
4.2.06 21:54


Institut vs. Institution

Institut (z.B. Institut des Boten, des Beratens)
tentative Bestimmung (Kameyama + Redder): institutions?bergreifende gesellschaftliche Einrichtung, wahrscheinlich nur f?r bestimmte Aktantengruppen und bestimmte Konstellationen, d.h. agenten- und domaingebunden
Institution
"Institutionen sind gesellschaftliche Apparate, mit denen komplexe Gruppen von Handlungen in einer zweckhaften Weise f?r die Reproduktion einer Gesellschaft prozessiert werden und bilden spezifische Ensembles von Formen" (vgl. Ehlich & Rehbein 1994: 318)
Bsp: "Familie": Zweck: Reproduktion von Handlungsformen, die f?r die jeweilige Gesellschaft konstitutiv sind; also 1. Reproduktion der Gesellschaft (durch Weitergabe von Werten bzw. Bewertungen, Wissen), 2. Entlastung der Gesellschaft (emotionale + existenzielle Absicherung)
i.U. zur "Ehe": biologische Reproduktion der Gattung(!); ?konomische Absicherung
CB
4.2.06 21:28


sprachlich-kommunikative Apparate

begleiten die Prozessierung anderer sprachlicher Handlungen und Realisierungen von Handlungsmustern
Steuerungsapparat (Apparat der Sprecher-H?rer-Steuerung, dient der Steuerung der sprecherseitigen mentalen Prozesse im Ausf?hrungsstadium des Sprecherplans - die sprachlichen Formen des Apparats liegen "unterhalb der illokutiven Zwecke" und sind dem Bereich der 'formalen Kooperation' hinzuzurechnen): sprecherseitig (u.a. Sprechhandlungsaugmente), h?rerseitig (u.a. gestisch-mimische Signale, Interjektionen, Rephrasierungen von Sprecher?u?erungen, Versprachlichungen oder Exothesen des H?rerplans)
Turn-Apparat (Reglementierung des Sprecherwechsels, also der Verteilung der Redebeitr?ge im Diskurs, genauer des Rollentauschs von Sprecher und H?rer; ein solcher liegt bspw. NICHT bei der Realisierung von H?rerhandlungen vor!)
s. z.B. Kameyama (2004, 120)
14.12.05 11:43


Lehrfolien auf Pragmatiknetz

"Interkulturelle Kommunikation: Traditionen und Konzepte ihrer linguistischen Erforschung"
CCSARP: Cross-Cultural Speech Act Realization Patterns
Kulturr?ume
rich points (Agar 1994)
Ph?nomene

"Konnektivpartikeln: "allerdings", "?brigens" und dergleichen""
Modalpartikeln1
Abt?nungs-u. Gradpartikeln
Partikeln
Wegauskunft
Zeigfeld
Verweisr?ume

"Interaktionsmodalit?t in Text und Diskurs"
Interaktionsmodalit?t Kallmeyer1979
Exaltation
IM in Interaktion
Geschlossene Sinnbereiche

"Einf?hrung in das Studium der Linguistik"
Austin Gegenst?nde
Austin Ungl?cksf?lle
Austin Gelingen
Austin Klassifikation Sprechakte
Searle Gegenst?nde
Searle Frage
Kooperationsprinzip
Sprecherwechsel
Alltagswelt
Alltagwissen
Basisregeln
Handlungsprozess
Handlungsraum
Handlungsmuster
Zeigfeld
Verweisr?ume
Prozeduren
Gegenst?nde Textlinguistik
Textualit?t
Koh?sion
Koh?renz
Koh?sion und Koh?renz
Text
Syntax
Satzdefinitionen
Satzglieder
Wortstellung
Semantik
Bedeutungsarten
Merkmalsemantik
Prototypensemantik
Wortfelder
semantische Relationen
Morphologie
Morphemtypen
Wortarten
Phonetik
Artikulationsorgane
Konsonanten
Phoneminventar
Intonation

"Feste Wendungen in Text und Diskurs" (
Klassifikation Agricola
Klassifikation Fleischer
Merkmale Phraseologismen
Syntax und Phraseologismen
Sprachliche Handlungsmuster
Schl?sselfragen Akte
MultipleFormulae

"Rekonstruktive Diskurs- und Textformen. Erz?hlen, Schildern und Berichten im Vergleich"
Wegauskunft
Rekonstruktive Diskursformen ?bersicht
Sachverhaltsschemata
Beschreiben
Erz?hlen (1) und Erz?hlen (2)
Wortgeschichte Erz?hlen
Erforschung des Erz?hlens
Figuren
Wissen und Vorstellen
Schildern
Erz?hlen in der Schule

"Unterrichtskommunikation"
Empirische Erforschung
Phasen Unterricht
Institutionen
Beispiel 1411
Reparative Handlungsmuster
Reformulierende Handlungen
Begleitdiskurse
Gruppenunterricht
Pr?sentationen

"Phraseologismen"
Material
Kriterien
Syntax von Phraseologismen
Multiple Formulae
Formelhafter Text
Pragmatische Stereotype
Somatismen
Danke
Gruppensprache und Phraseologismen

"Interkulturelle Kommunikation"
Material
Kultur Bestimmungsversuche
rich points
Wissensstrukturtypen
CCSRAP
Kulturbedingte kommun. Unterschiede
Intellektuelle Stile
Charakteristika intellektueller Stile
Interaktionistische Ans?tze
Diskursive Interkultur
Kultureller Apparat
Rekonstruktion Interkulturalit?t
Verst?ndnissicherung
Identit?tsgestaltung Perspektivieren
Interkulturelle Trainingsprogramme
18.11.05 18:51


Handlungswissen / Basis-Handlungen

Die einzelnen Aktanten verf?gen als Mitglieder einer Gesellschaft jeweils ?ber ein Handlungswissen insofern, als sie ?ber bestimmte grundlegende Handlungen verf?gen, um die sich sog. Kataloge von Teilhandlungen gruppieren. Grundlegende oder elementare Handlungen dieses Charakters lassen sich 'Basis-Handlungen' nennen (allerdings nicht im Goldmanschen Sinn), denn die Handlungen dieser Art geh?ren ebenfalls dem Gesamtrepertoire an Handlungen an, aus dem heraus Handlungen in spezifischen Mustern jeweils genommen werden und die dann in den Mustern ihre spezifische Funktionalit?t erhalten."
[Bsp.: die Basis-Handlung "einen Hirsch erschie?en" stellt in verschiedenen Katalogen (Nahrungsbeschaffung, Preisjagen, Sicherungs des Tierbestandes) nur eine Teilhandlung einer 'allgemeineren' Handlung (z.B. Jagen) dar] Rehbein (1977) Kompl.Handeln, 249
CB
14.11.05 22:45


Strategie vs. Taktik

Taktik: "speziell die mentalen Handlungen und Akte, die mit dem zitierten Handlungsmuster verbunden sind, nicht ausgeführt werden" (Beispiel Handlungsmusters 'Lehrerfrage' im Kontrast zum 'Frage-Antwort-Muster') [s.a. Redder 1990]
Strategie: "um sprecherseitige Verfahren mit musterübergreifendem Plan und musterübergreifendem Ziel"
s. Rehbein (2000: 940) + Kameyama (2004: 120)
CB
5.8.05 17:20


propositionaler Gehalt vs. Proposition

- Ersterer setzt Wissen des Sprechers in Sprache um und dient so der sprachlichen Vermittelung zwischen Wirklichkeit (P) und Vorstellung des Hörers (auch des Sprechers?, CB) [sprachlich kodierter Inhalt des Sprechaktes, d.h. sprachpsychologische Kategorie; ohne Wahrheitswert];

- Letztere liefert strukturelle Informationen über (P) [ihr liegt eine logisch-semantische Sprachtheorie zugrunde, die von S und H sowie der Sprechsituation abstrahiert; innerhalb dieser Konzeption ist der Wahrheitswert einer P. zentrales Kriterium, also die (Nicht-)Abbildung von P in p // vergleichbar mit Freges 'Gedanken']

- der propositionale Akt (Searles 'Weiterentwicklg' von Austins rhetischem Akt), besteht aus Referenz und Prädikation, beschreibt also die Prozessierung der propositionalen Seite der Äußerung; Redder spricht hier von Semantisierung der Austin'schen Einsichten, welche dessen Erkenntnisse um den handelnden Bezug des Sprechers zum Hörer zurücknehme.
11.6.05 23:50


Grammatikalisierung

Formwerdung von Merkmalen, die eine Beschreibung durch die Grammatik erfordert/rechtfertigt; Bedeutungsabschwächung /(vormals): -leere als zugrundeliegend angenommen
[s.z.B. Bühler 1934: 73f]
Bsp.: "Futur"bildung: werden + Verb --> Kombination der Einzelbedeutungen zu "reiner Form" erstarrt bzw. allg.: Umwandlung von Voll- zu Hilfsverben, um 'Tempus'-Bildung zu erklären; Kritik: diese Erklärung greift oft zu kurz, weil nur formale Kategorien ohne ausreichende funtionale Bestimmung gegeneinander ausgetauscht werden;
deshalb werden Phänomene der G. in der fP teilweise als Feldtransposition (z.B. SYMB --> OPERAT) beschrieben;
i.U. zu De-Grammatikalisierung (Semantisierung): gramm. Formen zu eigenständigen lexikalischen Mitteln
s. z.B. Redder 1999 (=A29) ’werden’ - funktional-grammatische Bestimmungen. In: Redder & Rehbein (Hrsg.) (=B8), 295-336
CB
11.6.05 23:42


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